Fragen zum Grundwasser

Gefährdet das Grundwasser die Tunnelröhre?

 

Bohrungen haben gezeigt, dass rund um den Tunnel überall verschiedene Grundwasserschichten vorhanden sind. Mit im Vergleich um B2-Tunnel kleineren Quertunneln (Düker) inkl. entsprechender Zuläufe entlang der Tunnelröhre wird das Grundwasser abgeleitet und birgt keine Gefahren für den B2-Tunnel. Weitere Informationen dazu gibt es auch hier.

 

Werden für die Düker Grunddienstbarkeiten von Anliegern benötigt? Müsse diese evtl. erstritten werden?

(Quelle: Antwort des Staatlichen Bauamts in Weilheim vom 8.8.2017)

 

Die überwiegende Anzahl der Dükerschächte liegt im Bereich von öffentlichem Grund. Jedoch gibt es auch Schächte, die auf Privatgrund liegen. Dort wird der Grund für den Schacht erworben. Für die unterirdischen Leitungen und Drainagen, die das Wasser dem Düker zuführen, bzw. wieder abgeben ist eine großflächige, dauerhafte (unterirdische) Beschränkung der Fläche vorgesehen, die entschädigt wird. Bei fehlendem Einverständnis müssen bei Maßnahmen, die dem öffentlichen Wohl dienen, notfalls entsprechende Rechtsmittel eingelegt werden.

 

Warum je Dükerbauwerk nur ein Düker und keine Sicherheitsreserve?

 

Jeder Düker enthält eine Sicherheitsreserve. Die drei Düker zum Umleiten des Grundwassers unter der Tunnelröhre hindurch sind im Prinzip alle gleich aufgebaut. Über mehrere Zulaufrohre wird das Grundwasser “eingefangen”. Über die Dükerschächte und die Verbindungsrohre wird das Wasser um die Tunnelröhre herum geleitet und über mehrere Ablaufrohre wieder dem Grundwasserleitern zugeführt. Der “Engpass” eines Düker sind die Anzahl der Zulauf- und Ablaufrohre. Damit kein Überdruck durch gestautes Grundwasser entsteht, sind ausreichend viele Horizontalfilterbrunnen (also Rohre) im Zulauf und im Ablauf einzubauen. Hier wird mit einer Sicherheitsreserve geplant, d. h. es werden mehr Zulauf- und Ablaufrohre verbaut, als es bei dem gemessenen Grundwasserdruck erforderlich wäre. Verstopfen eine gewisse Anzahl an Zu- oder Ablaufrohren, kann das gesamte anstehende Grundwasser weiterhin umgeleitet werden. Unabhängig davon sind regelmäßige Befahrungen der Rohre zur Überprüfung der Durchlässigkeit geplant, so dass mögliche Gefahren durch sich stauendes Grundwasser frühzeitig erkannt werden. Verstopfte Rohre werden dann durch Druckspülungen gereinigt. Sollte im unwahrscheinlichen Fall die Verbindungsleitung zwischen den Dükerschächten verstopfen, können diese Zulaufrohre kurzfristig geschlossen und die Dükerschächte leer gepumpt werden, um sowohl die Dükerschächte als auch die Verbindungsleitung zu reinigen. Die drei Düker werden mit einer Sicherheitsreserve gebaut, so dass sich kein Grundwasser an der Tunnelwand aufstauen kann. Weitere Informationen zum Thema Grundwasser gibt es auch hier.

 

Wir werden die Düker gebaut?

 

Beim Düker am Aldi/Simpatico werden die Schächte mit einer oberflächlichen Baustelle gebaut. Von diesen aus werden die Horizontalfilterbrunnen dann mit einer Länge von teilweise größer als 50 Meter unterirdisch gebohrt. Beim Düker am Almaidaweg werden auch zunächst die Schächte gebaut und dann mit einer “kleinen Tunnelbohrmaschine” horizontal die Sammelstollen gebohrt, von denen dann wiederum im 90° Winkel die Horizontalfilterbrunnen abzweigen.

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